Teddybärsprechstunde bei Hausärzte MKK: Wenn es „Quadratus“ schnell wieder besser geht

Bei diesem Termin hatten alle Spaß: Kinder, Erzieherinnen, das Hausärzte-MKK-Team sowie die Sanitäter der Rettungswache Bad Soden-Salmünster.

Das war ein außergewöhnlicher Vormittag für alle Beteiligten in der Hausärzte-MKK-Praxis sowie in der Sprudelapotheke in Bad Soden-Salmünster. Die Bleistiftkinder der Evangelischen Kindertagesstätte Am Steinaubach in Steinau waren zur „Teddybärsprechstunde“ in die Praxis der Hausärzte MKK eingeladen worden. 

Dort durften sie ihre Kuscheltiere untersuchen lassen, übten Notrufe, begutachteten medizinische Geräte und durften sogar in einen richtigen Rettungstransportwagen einsteigen, der von der Rettungswache Bad Soden-Salmünster des DRK Gelnhausen zur Verfügung gestellt worden war. 

„Wir wollen den Kindern die Angst vor dem Arzt nehmen“, sagte Dr. Ingo Roth, Mitglied der Leitung der überörtlichen Gemeinschaftspraxis Hausärzte MKK. Die „Teddybärsprechstunde“ war eine gemeinschaftliche Aktion des Vereins Ambulante Medizin Osthessen. Dies ist ein Zusammenschluss aus ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzten, in dem auch die Hausärzte MKK organisiert sind.

Die Bleistiftkinder, die nach den Sommerferien in die Schule kommen, hatten sich recht intensiv auf den Besuch in der Arztpraxis vorbereitet. So konnte zum Beispiel der kleine Magnus genau schildern, was seinem Kuscheltier „Quadratus“ passiert war: „Erst ist er von einem Hund gebissen worden und dann ist er auch noch die Treppe runtergefallen“, berichtete er der medizinischen Fachkraft Lisa Kreß. Leider habe ein Antibiotikum nicht geholfen, deshalb sei er nun mit „Quadratus“ in die Praxis gekommen. Gemeinsam mit Lisa Kress legte er einen Verband an, und schon ging es dem Kuscheltier besser.

„Ich finde die Aktion klasse“

Solche Szenen waren an diesem Vormittag keine Seltenheit. „Dadurch, dass die Kinder ihre Kuscheltiere mitbringen, können sie eine gewisse Elternfunktion übernehmen“, sagte Ingo Roth. Die Kids absolvierten verschiedene Stationen, stets unter fachkundiger Anleitung des Hausärzte-MKK-Teams. 

Zum Schluss wurde dann für alle Patienten ein Rezept ausgestellt, die „Arznei“ gab es dann in der Sprudelapotheke. Hier hatte Inhaberin Barbara Stupp auch noch ein kleines Präsent für die Kinder parat: „Ich finde die Aktion klasse“, sagte sie: „Die Jungen und Mädchen lernen die Abläufe vom Arztbesuch bis hin zum Abholen der Medikamente kennen. Und sie erfahren, dass sie keine Angst haben müssen, wenn sie in eine Apotheke gehen.“

Auch Andrea Heyenga, Leiterin der Steinauer Tagesstätte, zog ein positives Fazit: „Dieser Vormittag hat den Kindern Sicherheit vermittelt und Selbstvertrauen gegeben, sich in einem Notfall auch eigenständig Hilfe holen zu können. Die Kinder erzählten begeistert auf dem Nachhauseweg von den Erlebnissen mit ihren Kuscheltieren!“

Ingo Roth war ebenfalls zufrieden mit diesem außergewöhnlichen Vormittag: „Wir sind froh über das Interesse der Kinder und guter Dinge, dass sie einiges mitgenommen haben.“ Die „Teddybärsprechstunde“ soll künftig jährlich stattfinden. Und „Quadratus“ geht es auch schon viel besser.

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